Das Ätzverfahren erlaubt durch Werkstoffabtrag ohne äußere Krafteinwirkung die Produktion feinster Strukturen in Dünnblechen oder Metallfolien. Das Sprühätzverfahren stellt eine bedeutende Alternative zur Stanz- und Lasertechnik dar. Es wird heute in der Leiterplattenfertigung angewendet und hat sich auch beim Herstellen von Flachformteilen durchgesetzt.

Ein besonderer Vorteil des Sprühätzens ist die schnelle Umsetzung von Vorlagen in reale Werkstücke. Anstelle kosten- und zeitaufwendiger Schnittwerkzeuge kommen beim Sprühätzen relativ preiswerte und schnell zu erzeugende Fotomasken zum Einsatz. Diese werden mit modernen fototechnischen Verfahren hergestellt.

Die rechnergestützte Filmherstellung mittels CAD/DTP erlaubt die Produktion von Nullserien oder Serien kleiner bis mittlerer Stückzahl in kürzester Zeit.

Die Vorzüge des Sprühätzens sind vielfältig. Hervorzuheben sind folgende Punkte:

- kurze Zeitspanne zwischen Entwurf undTeilherstellung
- Herstellbarkeit komplizierter Strukturen
- geringe Vor- und Werkzeugkosten
- keine Gratbildung an den Werkstückkanten
- kein mechanisches Verspannen der Werkstücke
- keine Verformung durch thermische Einwirkung


Bei uns wird das Sprühätzen als industrielles Produktionsverfahren seit über 30 Jahren eingesetzt. Nach Wunsch besteht auch die Möglichkeit der weiteren Bearbeitung der geätzten Teile; z.B. Biegen, Lackieren, Bedrucken und Vergolden. Für die Ätztechnik eignen sich die Materialien:

- Neusilber
- Edelstahl
- Messing
- Kupfer
- Bronze

in den Stärken von 0,03 mm bis 1,0 mm. Die Fertigungstoleranzen bewegen sich, abhängig von Material und Format, im Durchschnitt bei 0,05 mm bis 0,2 mm. Das Standardformat beträgt 300 × 400 mm. Weitere Formate sind auf Anfrage möglich.


Die Anwendungsbereiche der Ätztechnik sind:

- Geräteteile
- Massebleche
- Abschirmbleche
- Blenden
- Codierscheiben
- Messgitter
- SMD-Schablonen
- Modellbauteile
- Werbeträger